Harmonika-Club Oberes Bliestal e. V.

 

Entstehung des Akkordeons

Das Akkordeon als solches wurde nicht einfach erfunden, viele Teile wurden voneinander getrennt, über Jahrtausende hinweg, von vielen Instrumentenbauern entwickelt und später zusammengefügt.
In Europa finden sich ab dem Jahre 1618 Aufzeichnungen von frei schwingenden Stimmzungen, wie sie beim Akkordeon verwendet werden.


Im Jahr 1829 wurde ein Patent von Zyrill Demian für ein "Akkordion" angemeldet. Dieses Handzuginstrument besaß neben einem Balk durchschlagende Zungen und erzeugte harmonische Akkorde mit einem Knopfdruck.
Diese Konstruktion hatte zwar noch nicht viel Ähnlichkeit mit einem heutigen Akkordeon, wird aber als Erfindung angesehen, aus der es entstanden ist.


1833 begann C. W. Meisel mit der Produktion von Harmonikas in Klingenthal, ähnliche Betriebe entstanden in Frankreich, Italien, Russland und der Schweiz. 13 Jahre später entwickelte Heinrich Band das Bandoneon.
1854 baute Matthäus Bauer das erste Pianoakkordeon, was zu einer horizontalen Spielweiße führte, denn bis dahin wurde der Balg vertikal geöffnet. Im 19. Jahrhundert sorgen europäische Auswanderer für die weltweite Verbreitung des Akkordeons. So fand das Akkordeon Einzug in Jazz, Walzer, Tango und diverse andere Stile. In den letzten 30 Jahren gewinnt das Akkordeon jedoch auch viel mehr Bedeutung im Bereich der ernsten Musik und ist immer häufiger in Konzertsälen anzutreffen.


Quelle: Tobias Dalhof; Die Geschichte des Akkordeons (Musikgeschichte C1/2)

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